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Finanztransaktionssteuer

 

Am 7. Oktober 2010 veröffentlichte die europäische Kommission eine Mitteilung in der sie ihre Vorstellungen für die zukünftige Besteuerung des Finanzsektors erläutert.

Daraufhin startete die Europäische Kommission am 22. Februar 2011 eine öffentliche Konsultation über die Besteuerung des Finanzsektors, deren Ziel es war, breit gefächerte Rückmeldungen über die, in der Mitteilung dargelegten Konzepte zu bekommen.

Am 28. September 2011, hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer vorgelegt

Die Steuer würde auf alle zwischen Finanzinstituten durchgeführten Transaktionen mit Finanzinstrumenten erhoben werden, sofern mindestens eine Transaktionspartei in der Europäischen Union ansässig ist. Der Handel mit Anteilen und Anleihen würde mit einem Steuersatz von 0,1 % und Derivatkontrakte mit einem Steuersatz von 0,01 % besteuert werden. Dadurch wären jährliche Einnahmen von etwa 57 Milliarden EUR möglich.

Nach dem Vorschlag der Kommission soll die Steuer am 1. Januar 2014 in Kraft treten.

 

Die Kommission hat die Einführung einer neuen Steuer auf Finanztransaktionen aus zwei Gründen vorgeschlagen:

 

  • Erstens soll sichergestellt werden, dass der Finanzsektor in Zeiten der Haushaltskonsolidierung in den Mitgliedstaaten einen angemessenen Beitrag leistet. Der Finanzsektor hatte einen wesentlichen Anteil an der Entstehung der Wirtschaftskrise, während die Regierungen und damit die Bürger Europas die Kosten für die massiven durch Steuergelder finanzierten Rettungspakete für den Finanzsektor getragen haben. Zudem wird der Sektor im Vergleich zu anderen Sektoren gegenwärtig zu gering besteuert. Der Vorschlag würde zu erheblichen zusätzlichen Steuereinnahmen aus dem Finanzsektor führen, die den öffentlichen Kassen zufließen sollen.

 

  • Zweitens würde ein koordinierter Rahmen auf EU-Ebene zur Stärkung des EU-Binnenmarktes beitragen. Gegenwärtig wenden zehn Mitgliedstaaten eine Art Finanztransaktionssteuer an. Durch den Vorschlag würden neue Mindeststeuersätze eingeführt und die unterschiedlichen in der EU bereits bestehenden Finanztransaktionssteuern harmonisiert. Dies wird zur Verringerung von Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt beitragen, von riskanten Handelsgeschäften abhalten und die regulatorischen Maßnahmen zur Vermeidung künftiger Krisen ergänzen. Die Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene würde die Position der EU in der Debatte über gemeinsame Regeln zur Einführung einer weltweiten Finanztransaktionssteuer, insbesondere im Rahmen der G20, stärken.

 

Nach Ansicht der ABBL hätte die Einführung einer Finanztransaktionssteuer nur auf EU-Ebene, oder schlimmer noch ausschließlich in der Eurozone abträgliche Folgen. Solch eine unilaterale Einführung würde sich negativ auf die europäische Wirtschaft auswirken und zu Arbeitsplatzabbau führen, da sich der Handel und die Abwicklung der Transaktionen in Länder außerhalb der EU, beziehungsweise außerhalb der Eurozone verlagern würden. Der Luxemburger Finanzminister, Luc Frieden hat ebenfalls unterstrichen, dass es riskant sei, eine solche Steuer lediglich in der Eurozone und nicht an allen wichtigen Finanzplätzen einzuführen.

Articles

  • 02/05/2012

    Since the early days of the so-called Tobin tax, the debate on a form of financial transaction tax (FTT) has regularly flamed up and died down again. It seemed that this time around, things would be different. The financial crisis and the Member States’ bank rescues have brought the issue of a tax on financial institutions and markets back in the limelight.

  • 13/03/2012

    On 13 March 2012 the Economic and Financial Affairs Council took stock of the work done on the proposal for a directive on the EU-wide financial transaction tax. The ministers identified the outstanding issues and discussed the next steps.

  • 20/01/2012

    The Luxembourg funds industry continued to expand over the last 12 months despite the eurozone crisis and declines in major stock indices. The number of funds in Luxembourg rose by 4.84%1 to 3,833 and net sales amounted to €16.998bn. While total AUM decreased over the period by €101.453bn, mainly as a result of market depreciation, total assets under management were still a steady €2,059.419bn, second globally only to the US.

  • 16/01/2012

    France wants the financial transactions tax to see the light of day, but there is no consensus in Europe on this topic. The Luxembourg Bankers’ Association (ABBL) is against such a tax if it will only be valid in few countries. Its CEO, Jean-Jacques Rommes, fears that business will go to competing finance centres. In an interview with LFF, he spoke about the efficiency of such a tax and the lessons we should learn from Sweden.
     

  • 10/01/2012

    A very broad agreement in favour of an EU financial transaction tax emerged on 9 January 2012, at the start of the Economic and Monetary Affairs Committee's work on the legislative proposal. Spokespersons for Parliament's various political groups all advocated such a tax, at least throughout the Eurozone, and many deplored France's weekend hint that it could go it alone.
     

Glossary

   
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Last udpate April 2012

1999: Nicolas Sarkozy explique les nuisances d’une Taxe sur les transactions financières

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