Die Gesetzesvorlage zur Reform der Rentenversicherung in Luxemburg wurde am 20. Januar 2012 vom Ministerrat verabschiedet.
Der Text scheint den Anforderungen einer nachhaltigen Reform jedoch nicht zu entsprechen. Er eignet sich allenfalls als Sensibilisierungskampagne in der die Prinzipien des heutigen Rentensystems überhaupt nicht infrage gestellt werden, genauer gesagt:
Die Reform befasst sich überhaupt nicht mit folgenden Punkten:
Die ABBL tritt für eine drastische Reform ein, mit dem Ziel den Fortbestand unserer Pensionen zu sichern, da das gegenwärtige System auf Dauer nicht haltbar ist.
Zur Erinnerung, das Luxemburger Pensionssystem beruht auf einem obligatorischen Versicherungssystem.
Es handelt sich um ein Umlageverfahren mit Bildung von obligatorischen Rücklagen. Diese Rücklagen müssen mindestens 1,5-mal die jährlichen Ausgaben decken und werden durch Beitragszahlungen finanziert.
Das Luxemburger System beruht also auf einem Generationenvertrag: Die Pensionszuschüsse der Berufstätigen finanzieren die Pensionsleistungen der Rentner. Die durchschnittliche Bruttoersatzquote liegt bei 85% und ist somit weit höher als die der anderen Länder. Auch sollte man nicht vergessen, dass Luxemburg seinen Reichtum zum großen Teil der Nicht-Luxemburger aktiven Bevölkerung verdankt und dass es somit spätestens bei deren Renteneintritt gezwungen sein wird abzurechnen.
Angesichts der zahlreichen Verpflichtungen des Systems, die ein stetiges exorbitantes Beschäftigungswachstum voraussetzen und angesichts der demografischen Entwicklungen ist ein Defizit des Luxemburger Pensionssystems kurzfristig vorhersehbar: Ohne tief greifende Reform wird das Verhältnis zwischen dem Beitrags- und dem Leistungsstand die gegenwärtigen Leistungen nicht mehr gewährleisten können.
Dans leur avis commun sur le projet de réforme du régime d’assurance pension, la Chambre de Commerce et la Chambre des Métiers déplorent le caractère technique et insuffisamment incisif des mesures proposées par le Gouvernement pour soutenir durablement le financement du régime de retraites pour les prochaines décennies. Les ajustements proposés par le Gouvernement ne permettront ni d’assurer un équilibre du régime d’assurance pension, ni de poser les fondements d’un contrat intergénérationnel juste et équitable, mais - au contraire - grèveront davantage encore le budget de l’Etat tout en détériorant la compétitivité de l’économie.
Grand nombre de personnes au Luxembourg s’accordent à dire que le système luxembourgeois des pensions n’est plus viable à long terme. Une réforme drastique pour assurer la pérennité de nos pensions est donc vivement préconisée.